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Solothurn

Mittwoch, 10. April 2013

Happy Birthday, dear Kreuz!

Es ist kaum zu glauben, aber das Kreuz Solothurn, die älteste Genossenschaftsbeiz der Schweiz, wird heute vierzig Jahre alt. Das Kreuz hat in dieser Zeit viele Auf und Abs erlebt, manchen alten Zopf abgeschnitten und manche Neuerung eingeführt. Nach der Gründung am 10. April 1973 war das Kreuz für viele SolothurnerInnen ein rotes Tuch, heute ist Solothurn ohne Kreuz nicht mehr denkbar. Die Genossenschaft hat sich ständig weiterentwickelt und ist auf eine gute Art und Weise älter geworden. Deshalb: Happy Birthday, dear Kreuz!

Sonntag, 20. Januar 2013

Eine Stadt im Gelbfieber

Am Donnerstag beginnen die 48. Solothurner Filmtage, aber schon jetzt ist die kleine Stadt voller Vorfreude auf das Filmfestival, das Ende Januar die Stadt aus allen Nähten platzen lässt. Gelb, die Hausfarbe der Filmtage, beherrscht das Stadtbild — sogar die Strassenbeleuchtung wird gelb. Die spinnen, die Solothurner!




48. Solothurner Filmtage — eine Stadt sieht gelb!

Freitag, 27. April 2012

Schanigärten by night

Heute ist einer der ersten Abende, an denen man noch lange draussen sitzen kann — nicht im T-Shirt, aber immerhin. Kein Wunder herrscht in den Schanigärten vom Kreuz Solothurn noch Hochbetrieb.

Hier habe ich über unsere Schanigärten in 3D geschrieben und hier über die Eröffnung der Solothurner Schanigarten-Saison, aber dass Gartenbeizen auch nachts attraktiv sind, zeigen folgende Bilder von...

...der Gartenbeiz des Kreuz Solothurn...





...und der Sommerbeiz an der Aare:



Samstag, 10. März 2012

Solothurn als Windkanal

Wenn die Bise bläst wie heute, wird Solothurn zum Windkanal: Der kalte Ostwind, der durch die Alpen und den Jura kanalisiert wird, verwandelt den Flussraum der Aare in einen Windkanal. Bei dieser steifen Brise ist es trotz sonnigem Wetter nur im Windschatten einigermassen angenehm.



Die Fahnen, die für ein JA zur Sanierung des Solothurner Theaters werben, stehen steif im unangenehmen Wind. Die Bise treibt die Wellen auf der Aare flussaufwärts — nicht selten entstehen sogar Schaumkronen.



Wenn die Bise geht, dann flattert das schwere Wirtshausschild vom Kreuz Solothurn lustig im Wind und quietscht dabei manchmal wie ein alter Esel. In der zweiten Hälfte des Videos von Kulturflaneur-TV ist ein rhythmisches Geräusch zu hören — und ich fragte mich, was so tönt, bis ich mir den Schluss des Filmchens noch einmal genauer ansah und die Leute entdeckte, die am Altschneehaufen vor dem Kreuz ihre Schuhe abputzen.

Freitag, 2. März 2012

Schanigarten offen!

Schon letztes Jahr habe ich einen Eintrag über die Solothurner Schanigärten geschrieben. Seit gestern darf man in Solothurn die Gartenbeiz rausstellen und weil das Wetter so schön und frühlingshaft ist, heisst es auch bei uns im Kreuz Solothurn: "Schani, trag den Garten aussi!"

Allerdings heisst unser Schani nicht Jean oder Hans und die Gartenbeiz nicht Schanigarten sondern Gartenbeiz — auch wenn's eher ein Strassencafé oder eine Strassenbeiz ist.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Kaffee oder Essig?

Wer unter der Woche mit der Bahn nach Solothurn kommt und Richtung Altstadt geht, bemerkt unweigerlich den Geruch, der in der Vorstadt hängt: Es riecht entweder nach Kaffee oder nach Essig. Ein Beitrag, der sich nur schlecht mit Bildern und Tönen illustrieren lässt.

In keiner anderen Stadt wird man mit derart unverkennbaren Gerüchen empfangen wie in Solothurn. Jedesmal, wenn ich auf meinem Arbeitsweg ins Kreuz die Rampe von der Velostation in die Hauptbahnhofstrasse raufsteige, bin ich gespannt: Riecht es nach Kaffee oder nach Essig?

Und das ist die Geruchsquelle:

Die Kaffee- oder Essigfabrik Oetterli

Die Oetterli & Co. AG ist eine alteingessene Firma, die bereits in der dritten Generation Kaffee röstet und Essig fabriziert. Was vor mehr als 100 Jahren als "Colonialwaarengeschäft" begann, das der Kaufmann August Oetterli-Mäder am 1. Juli 1895 am Rossmarktplatz eröffnete, ist heute ein innovatives KMU. In der Firmengeschichte, die zeigt, dass Oetterli & Co. immer wieder neue Wege geht, fand ich u.a. dies:

1992 — Man hat genug von wilden Fassadensprayereien. Zwei junge "Spray-Freaks" werden mit der Gestaltung der Hausfassade beauftragt. Das Werk scheint zu gefallen es wurde noch nie beschädigt.

Nicht nur mit der Fassadengestaltung betreibt Oetterli innovatives Marketing, sondern auch mit Gerüchen: In der Solothurner Vorstadt wirbt die Firma abwechslungsweise für ihre beiden Hauptprodukte Kaffee und Essig.

Sonntag, 22. Mai 2011

Solothurner Schanigärten in 3D

Die WienerInnen kultivieren ihre Schanigärten, voten online für ihren Favoriten und eine hochkarätige Jury verleiht jährlich den Goldenen Schani in verschiedenen Kategorien. Aber auch andernorts gibt es schöne Schanigärten — nur heissen sie da nicht so, sondern "Biergarten" oder wie bei uns in der Schweiz "Gartenbeiz".

Nachdem Frau Katiza mich in einem Kommentar zu Schani, trag den Garten aussi! aufgefordert hat, mich am Online-Voting um den schönsten Schanigarten Wiens zu beteiligen und ich mich ab den zum Teil hundslausigen Bildern genervt habe, präsentiere ich gerne die beiden Schanigärten der Genossenschaft Kreuz in Solothurn (bei der ich das Kulturprogramm veranstalte) in 3D:

Bitte aufs Bild klicken, um ins 3D-Bild unserer Gartenbeiz zu gelangen! Wer Lust hat, kann virtuell unser Restaurant, die Bar und den Saal im ersten Stock sowie unser Hotel besichtigen (grüner Pfeil) oder in Solothurn herumspazieren (blaue Pfeile).

Unsere zweite Gartenbeiz ist sehr lauschig und direkt am Fluss gelegen, in dem man im Sommer schwimmen kann:

Bitte aufs Bild klicken, um ins 3D-Bild unserer Sommerbeiz an der Aare zu gelangen! Wer Lust hat, kann auch von hier einen virtuellen Spaziergang durch Solothurn starten (blaue Pfeile) — die 3D-Bilder aus der Katedrale z.B. sind wirklich toll.

Quelle der 3D-Bilder: www.touchtown.ch

PS. Unser "Schani" sitzt auf dem oberen Bild in der Gartenbeiz, heisst aber nicht Schani und auch nicht Hans...

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Hartnäckige Nostalgiker

Gondelbahn oder "Sässeli"? Der Streit über die Erschliessung des Solothurner Hausbergs führt dazu, dass der Betrieb der historischen Sesselbahn bereits seit 2009 eingestellt ist und sich andererseits der Bau einer neuen Bahn auf den Weissenstein weiter verzögert. Das Kurhaus Weissenstein musste wegen fehlender Perspektiven schliessen und wurde diesen Monat verkauft. Lieber ein Hausberg ohne Bahn als ein Hausberg mit einer neuen Gondelbahn?

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Fährt seit 2009 nicht mehr: Das Sässeli. Bildquelle: www.seilbahn-nostalgie.ch

Der Verein "Pro Sesseli" und der Schweizer Heimatschutz kämpfen für den Erhalt der 60jährigen Sesselbahn und haben zu diesem Zweck die Stiftung "Historische Seilbahn Weissenstein" gegründet, die die Sesselbahn kaufen und weiterbetreiben will. Hinter der Stiftung steht u.a. der Multimilliardär Hansjörg Wyss, Besitzer der Medizinaltechnikfirma Synthes, der einen "namhaften Betrag" versprochen hat. Auf Betreiben des Heimatschutzes untersagt das Bundesamt für Verkehr den Bahnbetreibern, einstweilen Bestandteile der Bahn zu verkaufen, obwohl es überzeugt ist, dass dieser Typ Bahn sicherheitstechnisch nicht sanierbar ist.

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Soll künftig auf den "Berg" fahren: Das Gondeli. Bildquelle: Regionaljournal AG/SO von Radio DRS

Auf der anderen Seite stehen die Seilbahn Weissenstein AG (SWAG) und die Facebookgruppe "Pro Gondeli", die die historische Sesselbahn abreissen und mit einer modernen Sechser-Gondelbahn ersetzen wollen. Die SWAG wollte den Weissenstein mit einer Rodelbahn und einer Tubing-Anlage touristisch aufwerten, was aber das Bundesamt für Raumentwicklung bereits 2008 abgelehnt hat, weil der Weissenstein im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgelistet ist. Die Gondelbefürworter planen weiter, während die Gondelgegner bezweifeln, ob die neue Bahn mit Investitionskosten von 12 bis 15 Millionen Franken überhaupt gewinnbringend betrieben werden kann.

weissenstein07Ausrangierte Sässeli. Bildquelle: www.seilbahn-nostalgie.ch

Ich kann nachvollziehen, dass die Solothurner und Solothurnerinnen an der historischen Sesselbahn vom Typ Von-Roll 101 hängen und sich für ihren Erhalt einsetzen. Aber wenn ich wählen müsste zwischen Hausberg ohne Bahn oder Hausberg mit Gondelbahn, würde ich mich ohne zu Zögern für die Gondelbahn entscheiden, auch wenn ich die Fahrten auf dem Seitwärts-Sesseli immer genossen habe, auch wenn es die letzte Bahn dieses Typs ist, auch wenn der Heimatschutz für das Sesseli Schoggitaler verkauft und auch wenn Ben Jeger eigens eine "Sässeli-Mazurka" komponiert hat. Anyway, noch ist das letzte Wort in Sachen Sesseli vs. Gondeli nicht gesprochen.


Sässeli-Nostalgie pur. Bildquelle: www.seilbahn-nostalgie.ch