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Donnerstag, 20. Januar 2011

Der Winter ist zurück


Der Blick von meinem Schreibtisch ins Wintermärchen...

Montag, 17. Januar 2011

Mehr Waffen - mehr Sicherheit?

Da soll einer diese AmerikanerInnen verstehen! Seit dem Attentat in Tucson ist die in Österreich hergestellte Glock, die Waffe des Attentäters, ein Verkaufshit. Wegen Befürchtungen, der Staat könnte die liberalen Waffengesetze verschärfen, herrscht landesweit ein Run auf die Waffenläden.

Dabei kommen in den USA gemäss "Small Arms Survey" schon jetzt 96 Kleinwaffen auf 100 EinwohnerInnen, siehe auch mein Eintrag vom 15. Januar. Können denn die USA mit noch mehr privaten Waffen überhaupt noch sicherer werden? Fakt ist: Die Waffenverkäufe schnellen nach oben, vgl. Bericht von n-tv (1:28) - und irgendwie ist es absurd: Amokläufe und Attentate sind beste Werbung für die Waffenindustrie...

Sonntag, 16. Januar 2011

Traumhaftes Panorama und kein Wölkchen

Gemäss Wikipedia leitet sich der Begriff Panorama aus den griechischen Wörtern πᾶς (sprich: pas – alles, ganz) und ὁράω (sprich: horao – sehen) ab und bezeichnet: Rundblick, siehe Rundsicht, und zehn weitere Bedeutungen. Und unter Rundsicht versteht man einen freien Blick über den ganzen Horizont, d. h. über 360 Grad.

Diesen freien Blick über den ganzen Horizont kann man auf einem Berg nur an einem Punkt geniessen: auf der Spitze. Oder im Fall der Rigi: auf dem Kulm. Tatsächlich kann man da den Blick frei über 360 Grad Horizont schweifen lassen. Dennoch ist das Rigi-Panorama anders als z.B. der Rundblick von einem hohen Turm: Da die Rigi ein breiter Bergrücken ist, ist der Blick nie ganz frei - immer sind auch noch andere Teile dieses Bergrückens im Blickfeld. Es wundert mich deshalb nicht, dass ich mit der Bildersuche von Google auf die Schnelle auch kein 360°-Panoramabild vom Kulm gefunden habe.

Das typische Rigi-Panorama ist also eine Teil-Panorama, hier der Blick vom First Richtung Süden:

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Und hier das nördliche Teil-Panorama von der Rigi-Scheidegg:

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Und schliesslich der BlicK von der Bergstation der Rigi-Scheidegg-Seilbahn Richtung Norden und Osten:

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Leider waren nicht alle Bilder, aus denen diese Panoramen zusammengesetzt sind, scharf, aber was soll's! Heute herrschte traumhaftes Panoramawetter: Kein Wölkchen trübte den 360°-Rundblick.

Samstag, 15. Januar 2011

Bis zu den Zähnen bewaffnet

In der Solothurner Zeitung vom 14. Januar hat mich eine Grafik angesprungen: Die Länder mit höchsten Schusswaffendichte. Angeführt wird diese unrühmliche Rangliste von - wen wundert's - den USA, es folgt der Jemen und dann schon auf dem dritten Platz die Schweiz, die mit 45.7 Kleinwaffen pro 100 Einwohner die höchste Waffendichte Europas aufweist.


Quelle: Solothurner Zeitung vom 14.1.2010

Basis dieser Grafik ist der «Small Arms Survey» des Genfer Hochschulinstituts für internationale Studien (IUHEI). Schätzungen des renommierten Genfer Instituts gehen in der Schweiz von rund 3,4 Millionen Schusswaffen aus. So genau weiss das niemand, aber fast jeder und jede Zweite in der Schweiz - vom Neugeborenen bis zur betagten Königin des Altersheims - soll also eine Kleinwaffe besitzen. Davon sind 546'975 oder 16% Armeewaffen, die als Teil der persönlichen Ausrüstung zu Hause gelagert werden oder von Armeeangehörigen in ihren Privatbesitz übernommen wurden. Und was ist eigentlich mit den restlichen 84%, den rund 2'850'000 Kleinwaffen, die sonst noch bei uns im Umlauf sind? Das sind wohl kaum nur Jagdgewehre und Sammlerstücke...

Aber es kommt noch besser: "Wir haben noch einen Karabiner - aber wo?" ist der Titel der Recherche von zwei AZ-Journalisten, die sich auf die Suche nach zu Hause gelagerten Kleinwaffen gemacht haben. Sie schreiben in ihrem Artikel neben der Grafik, dass viele gar nicht wissen, ob sie eine Waffe zu Hause haben, oder dann nicht wissen, wo sie versorgt ist. Das Beruhigende daran ist: Wer nicht weiss, wo seine Waffe ist, kann auch nicht damit schiessen. Das Beunruhigende daran ist, dass die Armee ihre vergessenen Grosswaffen nur per äxgüsi in einem Stollen wieder findet (400 Schützenpanzer und Panzerhaubitzen, vgl. "Maurers schimmelnde Panzer" auf NZZ Online) und dass offenbar viele in diesem bis zu den Zähnen bewaffneten Land nicht wissen, wo sich ihre Kleinwaffe befindet...

Mittwoch, 12. Januar 2011

Flintenweiber in der Politik

Warum sind waffentragende Frauen in der Politik erfolgreich? Was fasziniert Männer an Flintenweibern in der Politik? Sind Girls with Guns gefährlich?


Nein, das ist nicht Sarah Palin. Nein, das ist kein Gewehr, mit dem sie da zielt. Und nein, sie hat mit dem Attentat in Arizona nichts zu tun. Sarah Palin kondoliert und betet auf Facebook für die Opfer und ihre Familien, für Frieden und Gerechtigkeit.

Nein, das ist nicht Yvette Estermann. Nein, das ist keine Luftpistole, die sie stolz in der Sonntagszeitung präsentiert. Und nein, sie kann nichts dafür, dass ein Rekrut 2007 in Zürich-Höngg mit dem Sturmgewehr eine Passantin erschiesst.


Nein, auch diese Fadenkreuz-Karte auf der Homepage von Sarah Palin's Political Action Committee hat mit dem Attentat in Arizona rein gar nichts zu tun. Aber vielleicht sollte Sarah Palin ihr Komitee in SarahGAP - Sarah's Gun Action Politics umtaufen...

Und nein, die hohe Verfügbarkeit von Schusswaffen ist nicht schuld daran, dass die Schweiz bei Suiziden mit Schusswaffen einen traurigen Rekord hält: 43,6 Prozent der 15- bis 24-jährigen Männer, welche Selbstmord begingen, setzen ihrem Leben mit einer Waffe ein Ende - deutlich mehr als in jedem anderen europäischen Land.

Schliesslich töten nicht Waffen, sondern Menschen, die abdrücken. Dennoch kann mann und frau nicht behaupten, das alles hätte nichts, aber auch gar nichts mit einander zu tun. Deshalb gehört die Armeewaffe nicht in den Kleiderschrank.

Montag, 10. Januar 2011

Ersatz für einen hundskommunen Bus

Vor mehr als 20 Jahren haben wir in der WoZ einen visionären Artikel mit dem Titel "Im Monorail durchs Business-Valley" publiziert - seit Dezember fährt tatsächlich ein Bähnli durchs Zürcher Glatttal, allerdings ist es nur ein hundskommunes Tram.

In den 80er Jahren war ich Mitglied des Ssenter for Applied Urbanism (SAU) und habe mich intensiv mit dem Thema Stadtentwicklung auseinandergesetzt. Mit dem SAU produzierten wir für die WoZ ein achtseitiges Dossier "Stadtentwicklung & Wohhnungsnot - Urbane Maschine Schweiz", das am 22. Dezember 1989 erschien. Auf der letzten Seite dieses Dossiers war dieser Artikel:



Nicht alles, das wir damals prophezeit haben, ist tatsächlich eingetroffen, aber erstaunlich viel. Es ist zwar kein Monorail und wurde auch nicht privat finanziert, aber die Linienführung der neuen Tramlinie 12 entspricht dem damaligen Vorschlag und führt vom Flughafen über Glattbrugg, das Fernsehstudio, Wallisellen und den längsten Eisenbahnviadukt der Schweiz (1209 m) bis zum Bahnhof Stettbach. Kurz: Es ist der Versuch das urbane Patchwork in Zürichs Norden mit dem öV zu erschliessen und zu strukturieren.



Die Eröffnung der letzten Etappe am 11.12.2010 zog zahlreiche Schaulustige an und die Bahn- und Tramfans sind hell begeistert. Wer das neue Bähnli auf Stelzen wie ich nicht selber testen will, kann sich ja dieses Youtube-Video reinziehen (am spektakulärsten ist die Fahrt über den Viadukt, ab etwa 6:50 des Videos):



Anzufügen wäre noch dreierlei: 1. Die vier im Artikel erwähnten, grossen Entwicklungsgebiete sind inzwischen alle mehr oder weniger dicht überbaut. 2. Zürichs Nordumfahrung, die Zürich-Nord automässig erschliesst, ist chronisch überlastet, und die Glatttalbahn kann - auch wenn sie ein Erfolg wird - den Verkehrskollaps nur hinauszögern. 3. Der Ersatz für den "hundskommunen Bus", wie wir damals schrieben, hat die öffentliche Hand 650 Millionen Franken gekostet.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Wieso ausgerechnet Sergio, Benoît und Beat?

Schon seit einiger Zeit frage ich mich, warum die Freizeittester der SBB ausgerechnet Sergio, Benoît und Beat heissen. Andere kennen die Antwort vielleicht schon länger. Aber jetzt weiss ich sie auch.

Sie könnten natürlich auch S alvatore, B laise und B runo heissen, aber keinesfalls S andro, A ndré und U rs - weil dann die Anfangsbuchstaben der Namen eine andere Abkürzung ergäbe als SBB... Jetzt wird auch klar, dass die Werbeagentur, die den Freizeittestern diese Namen verpasst hat, eine Deutschschweizer Agentur ist, sonst hiessen die drei Typen in dieser Logik per esempio / par example C arlo, F rançois und F ritz. Aber warum müssen es ausgerechnet drei Männer sein, die für die SBB Freizeitangebote testen? Was ist mit S andra, B abette und B ettina? Oder sind die Freizeitabenteuer der SBB nichts für Frauen?


Die SBB-Freizeittester der Contexta AG Werbeagentur auf Vimeo

Mittwoch, 5. Januar 2011

Lieberherr vs. Ehepaar Müller

Emilie Lieberherr, unermüdliche Kämpferin für die Frauensache, ganze 24 Jahre lang Zürcher Stadträtin, Vertreterin einer sozialeren Drogenpolitik, ist 86jährig gestorben. Für mich nicht der Anlass für einen Nachruf, sondern dafür, eine legendäre TV-Sendung mit Emilie Lieberherr zu suchen, wieder anzuschauen und hier zu präsentieren. Ein grossartiges Zeitdokument von 1980 für alle, die nicht wissen, was "Müllern" ist, für alle, die gerne wissen möchten, wie "Müllern" geht, und für alle, die an dieser genialen Verarschung immer noch ihre helle Freude haben.

Im "CH-Magazin" vom 15.7.1980 kämpft Emilie zwar tapfer, aber sie und alle anderen Teilnehmer in dieser Gesprächsrunde werden von "Anna und Hans Müller" auf dem falschen Fuss erwischt und nach allen Regeln der Kunst vorgeführt - im Nachhinein ist es unglaublich, dass die Müllers so dick auftragen und die Sendung dennoch nicht abgebrochen wurde oder die anderen in der Runde nicht einfach aufstanden und davonliefen...

Dieses Fundstück habe ich nicht zufällig gefunden, sondern ganz gezielt gesucht. Fündig wurde ich nicht etwa auf Youtube, sondern im Archiv des Swiss TiVi. Danke.

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